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Außenhandel der deutschen Möbelindustrie |
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Das Auslandsgeschäft ist der Wachstumsmotor der deutschen Möbelindustrie. Von Januar bis September 2006 stiegen die Ausfuhren deutscher Möbel um 15,3 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt konnte ein Exportvolumen von 4,2 Mrd. Euro erzielt werden und damit 550 Mio. Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Die zunehmenden Auslandserfolge lassen die Exportquote auf mittlerweile 31,6 Prozent steigen. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat sich die Exportquote damit mehr als verdoppelt, denn 1995 lag sie noch bei 14,3 Prozent.
Export nach Segmenten
Die größte Exportdynamik weisen Küchenmöbel auf, die um 21,7 Prozent zulegen konnten. Hier zeigen die intensiven Exportbemühungen der Hersteller gute Erfolge – die deutsche Qualität wird weltweit hoch geschätzt. Die Exporte der deutschen Sitzmöbelindustrie stiegen ebenfalls deutlich um 16,2 Prozent. Ebenfalls gefragt im Ausland sind Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel mit einem Exportzuwachs von 9,1 Prozent. Die Büromöbel stehen mit 1,9 Prozent im Plus.
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Die wichtigsten Exportmärkte
Hauptexportländer für die deutsche Möbelindustrie sind die Nachbarländer Niederlande, Schweiz, Österreich und Frankreich. Allerdings erhöht sich der Anteil Osteuropas am gesamten Export von Jahr zu Jahr - allein in den ersten drei Quartalen 2006 stiegen die Ausfuhren in diese Region um 34 Prozent. Auch die Ausfuhren in den Nahen Osten erhöhten sich überdurchschnittlich um fast 51 Prozent.
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Außenhandelsbilanz
Zugleich wurden Möbel im Wert von 5,1 Mrd. Euro nach Deutschland importiert. Die Einfuhren nehmen sind in erster Linie im unteren Preissegment zu. Dies verdeutlicht auch der Blick auf die Herkunftsregionen der Importmöbel: Mit 47,4 Prozent stammt der größte Teil der Möbeleinfuhren aus Osteuropa. Polen ist nach wie vor das wichtigste Herkunftsland von Möbelimporten vor Italien und China.
Das Außenhandelsdefizit reduzierte sich von Januar bis September 2006 um 8,8 Prozent auf 890 Mio. Euro. Vor dem Hintergrund des wachsenden Importdrucks auf dem Inlandsmarkt ist dies ein Zeichen für die hohe Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Möbelindustrie.
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