|
|
 |


 |
Die wirtschaftliche Lage des Holzgewerbes |
 |
|
Unter Holzgewerbe versteht man die holzverarbeitende Industrie ohne die Herstellung von Möbeln, also vor allem die Herstellung von Säge-, Platten- und Holzprodukten im baunahen Bereich. Das Umsatzwachstum in diesem Segment fiel 2006 mit plus 11,5 Prozent deutlicher aus als in der Möbelindustrie. Der Umsatz lag hier mit 17,9 Mrd. Euro um rund 1,8 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert.
Verantwortlich hierfür war vor allem die positive Umsatzentwicklung in der Sägeindustrie. Die hohe Nachfrage nach Schnittholzprodukten seitens der Bau- und der Holzverpackungsindustrie und die im Vorjahresvergleich deutlich gestiegenen Schnittholzpreise führten hier zu einem Umsatzanstieg um 17,1 Prozent. Auch die Holzverpackungsindustrie selbst konnte dank der Konjunkturbelebung im Inland und dem anhaltenden Exportboom ein Umsatzwachstum um 12,9 Prozent vermelden.
Die Bauelemente aus Holz verzeichneten - angetrieben von den Vorzieheffekten im Eigenheimbau im Vorfeld der Mehrwertsteuererhöhung - einen Umsatzanstieg um 12,7 Prozent. Die Holzwerkstoffindustrie konnte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beträchtlich um 6,1 Prozent steigern. Die Sparte Holzveredelung lag mit 4,8 Prozent im Plus, während die in der amtlichen Statistik erfassten Hersteller von Kork, Flecht- und Korbwaren ein Minus von 1,5 Prozent meldeten.
2006 betrug die durchschnittliche Zahl der Betriebe im Holzgewerbe 1.366 Unternehmen und damit 4,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Erstmals seit Jahren wurde im Holzgewerbe wieder ein Beschäftigungszuwachs verzeichnet. Die Zahl der Beschäftigten lag im Jahresmittel mit 83.561 Mitarbeitern um 0,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.
|
|
|
 |
|
 |